Bewältigung von Angst zieht sich wie ein roter Faden durch diesen Monat. Ein April voller Mut, Wachstum und unvergesslicher Momente. Ich habe erlebt, wie eine meiner Klientinnen trotz ihrer Bühnenangst über sich hinausgewachsen ist. Ich selbst habe mich bei einem Blogger-Treffen meiner Schüchternheit gestellt und mich getraut, aus meiner gewohnten Rolle herauszutreten. Feedback zu bekommen ist kein Angriff, sondern ein Geschenk, habe ich gelernt.
Der Rückblick zeigt, dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben, sondern trotzdem den nächsten Schritt zu wagen. Ich nehme dich mit auf eine Reise mit all ihren Höhen, Zweifeln und den kleinen Siegen, die sich am Ende so groß anfühlen.
Kleine Impulse, große Wirkung – eine Klientin wächst über sich hinaus
So schön, wie ich einer Klientin helfen konnte, ohne Angst zu haben, auf der Bühne zu stehen. Es ging um einen Gesangsauftritt mit zwei anderen Frauen. Sie sollte ein paar Zeilen zu einem der Lieder sagen. Sie hatte große Angst, vor allem vor der Leere im Kopf. Mit einigen Tipps und ein wenig Üben, mit mir zusammen und alleine, entstand immer mehr Sicherheit in ihr. Wenige Tage vor dem Auftritt habe ich noch einige Blockaden energetisch gelöst. Somit war sie bestens gerüstet für den Auftritt.
Ich durfte bei dem Konzert dabei sein. Was soll ich sagen, sie hat es mit Bravour gemacht. Eine ruhige Stimme, langsam vorgetragen, ohne zu stolpern und keine Leere im Kopf. Sie wurde belohnt mit einem riesigen Applaus. Manchmal sind es kleine Impulse, die einem die Angst nehmen können. Ich bin so stolz auf meine Klientin, mit welcher Strahlkraft und welchem Mut sie ihr Vorhaben umgesetzt hat.
Die Rolle wechseln – was passiert, wenn Schüchternheit Mut zulässt
Ja, tatsächlich, ich bin schüchtern und gleichzeitig verdammt mutig. Wenn es um große Gruppen geht, verkrümele ich mich am liebsten in einer Ecke und schaue nur zu, da mir alles zu viel ist. Zu laut, zu viele Menschen, keine Ahnung, wo ich mich hinstellen soll. Angst, den Gesprächen nicht gerecht zu werden. Angst vor Ablehnung. Ich wollte mich dieses Mal nicht von meinen Ängsten bestimmen lassen. Vorher legte ich in mir fest: „Ich bin mutig und stelle mich einer großen Gruppe. Ich schlüpfe in eine neue Rolle der Extrovertierten.“
Was soll ich sagen: Es hat geklappt und gleichzeitig habe ich meine Grenzen gewahrt. Ich habe Gespräche begonnen und Fragen gestellt, habe mich eingelassen, was auch immer geschah. Dadurch habe ich viele interessante Gespräche geführt und Neues kennengelernt. Wenn ich gespürt habe, jetzt brauche ich eine Atempause, habe ich mir diese gegeben. Somit bin ich voll eingetaucht in das große Treffen und war ein Teil davon und nicht nur Zuschauerin. Hätte ich meine übliche Rolle des Versteckens eingenommen, wäre ich nicht so reich an Erfahrung und Neuem zurückgekommen.
Feedback ist kein Angriff – eine Lektion, die ich immer wieder lerne
Wieder habe ich eine Rede bei den Toastmastern gehalten über das Thema „Warum ich blogge“. Ich habe die Rede gut präsentiert und gedacht, alles Wichtige in die Rede eingeflochten zu haben. Dann kam das Feedback, was bei mir gleich den Herzschlag nach oben gehen lässt. Nach dem Motto „Was habe ich falsch gemacht?“ Das sind wahrscheinlich noch die Nachklänge der schlechten Noten aus der Schule.
Der Feedbackgeber hat mir durch eine Ich-Botschaft mitgeteilt, was ihm gefehlt hat. Er hätte gerne gewusst, wie ich mich gefühlt habe und fühle, wenn ich den „Veröffentlichen-Button“ drücke beim Freigeben des Blogs. In mir ging ein Licht auf und ich verstand: „Ohja, wie wahr, ich habe nicht über meine Gefühle gesprochen. Wie zum Beispiel, dass mein Herz pocht, wie zittrig ich werde und dass ich Angst habe, verurteilt zu werden. Ich erinnere mich an den letzten Blog-Beitrag, der ein besonderes Herzensstück ist. Eine Kurzgeschichte, die ich vor Jahren geschrieben habe. Ich hatte Angst, dass sie zerrissen wird. Gleichzeitig, fragte ich mich: „Wer liest das überhaupt?“ Dieser Teil fehlte komplett in meiner Rede.
Ich weiß, wie wichtig Feedback ist, und gleichzeitig habe ich solche Angst davor. Angst, schlechtgemacht zu werden. Angst, dass jemand meine Rechtschreibfehler kritisiert, Angst, mich nicht weiter herauszutrauen. Ich kann nur jeden ermutigen, der Angst vor Feedback hat, sich zu trauen. Du kannst daran wachsen. Es gibt blinde Flecken, die wir selbst nicht wahrnehmen, aber ein gutes Feedback kann diese aufdecken. Dadurch kannst du deine Reiseroute verändern. Alles Gesagte, was nicht auf Widerhall stößt, schmeiße es in den Müll oder hebe es auf, vielleicht kannst du zu einem späteren Zeitpunkt etwas damit anfangen.
Was im April 2026 sonst noch los war
- Mein erstes Feedback auf meine Kurzgeschichte von einer Frau, die ich nicht kenne. Was bin ich stolz auf mich.
- Ich habe mir fest vorgenommen, dieses Jahr meine Kindergeschichte zu veröffentlichen. Dieses Projekt liegt bereits zu lange in der Schublade.
- Meine erste Moderation bei den Toastmastern, mit einem Blick auf Wildkräuter. Wundervoll, wie die Angst und der Perfektionismus immer mehr der Vergangenheit angehören.
Was ich im April 2026 gebloggt habe
- Monatsrückblick April 2026: Blog
- Aprilscherz: Askaha Chronik trifft Kaffeesatz Blog
- 12 von 12 im April 2026: Zwischen Brombeeren und Bornheim Blog
- Warum mein Name mehr ist als nur Buchstaben Blog
- Der Aprilscherz und wieso schnell, schnell nicht die Lösung ist Blog
- Zeit – ein Kleid mit vielen Falten Blog
- Der magische Briefkasten Geschichte
- Aus Scham wurde Stärke: Wie ich trotz LRS meine Schreibangst überwand und heute Schreibcoach bin Blog
Ausblick auf den Mai 2026
- Ich werde endlich einen Blog zum Feedback bei TCS (Link) einreichen. Meine Angst dazu noch mehr überwinden.
- Es gibt diesen Montag einen Schreibworkshop. Ich schwanke noch, was das Thema angeht.
- Minimalismus-Challenge mit ein paar anderen Frauen: Jeden Tag ein Stück mehr entsorgen, Tag 1 ein Stück, Tag 2 Stücke usw., am Schluss habe ich, ach, das ist mir zu kompliziert zum Rechnen.
- Ich Besuch meine Freundin in der Schweiz.
- Eine „Zauberzeit“ gibt es Ende des Monats.
- Freebie erstellen.
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