Es fühlt sich befreiend an, sich von vielen Dingen, die nicht mehr benutzt werden, zu verabschieden. Die Gruppe stärkt einen dabei.
Ich habe in 31 Tagen 496 Gegenstände adieu gesagt.
In einer WhatsApp-Gruppe von anfangs 11 Frauen haben wir uns gegenseitig motiviert, dran zu bleiben. 8 Frauen sind dabeigeblieben, die restlichen sind aus den unterschiedlichsten Gründen ausgestiegen.
Wie liefe die Minimalismus-Challenge ab
Jeden Tag kommt ein Gegenstand mehr dran. Gut zu merken: immer so viele Gegenstände aussortieren, wie der Kalender anzeigte. Alles zusammensuchen, Fotos schießen und ab damit in die WhatsApp-Gruppe. Egal was: Alles zählt, was sich in der Wohnung, Garage, Keller oder auf dem Dachboden gestapelt hat.
Was habe ich gelernt bei der Minimalismus-Challenge
Ich krame und schaue genauer während meines Alltags: Was brauche ich wirklich noch? Was horte ich bereits seit Jahren, obwohl ich es nie mehr anziehe? Es hat meinen Blick geschärft und lässt ihn nicht hinweggleiten über das, was ich gehortet habe, wie ein Hamster sein Futter in den Backentaschen.
Ich hatte mir vorgenommen, jeden Tag einen Schrank, eine Schublade, ein Kästchen oder sonst etwas auszusortieren. Was soll ich sagen, es hat in der ersten Hälfte des Monats geklappt. Doch plötzlich stockte es, ich wunderte mich und schaute in den Kalender. Ach sieh mal, der Mond nimmt wieder zu. Spannend, genau das habe ich immer gehört: Alles hinausschmeißen beim abnehmenden Mond und beim zunehmenden klappt es nicht mehr so gut. Hätte nicht gedacht, dass ich das so spüre.
Wirklich zu überlegen, ob ich ein Gratis-Geschenk möchte oder ob es meine sowieso nach Jahren ungebraucht im Müll landet. Die Verführungen sind aber auch immer zuckersüß.
Was fiel mir schwer bei der Minimalismus-Challenge
Da gab es eine Jeansjacke mit Nieten und edlen Verzierungen, gekauft und nie getragen. Ist nicht mein Stil und so unbequem. Keine Ahnung, was mich damals geritten hat. Mehrmals habe ich schon versucht, mich davon zu trennen, aber es hat nicht geklappt. Werde ich diesmal schaffen? Wenn ich sie in guten Händen wüsste und nicht nur im Reißwolf, würde es mir besser gehen. Geschafft!
Noch ein paar Gedanken zum ausmisten und zur Minimalismus-Challenge
Ich hoffe, es zuckt nicht zu sehr in meinen Fingern und Herzen, dass ich nachts mit leisen Schritten wieder etwas hervorzukramen, weil ich es doch irgendwie verwenden könnte. Vielleicht gibt es am Ende eine Tauschparty, wo wir alle Klamotten, die wir aussortiert haben, an andere verschenken.
Es ist weiterhin so erstaunlich und erschreckend, was ich alles in meinen Schränken angesammelt habe. Überhaupt wie viele Schränke und wie viel Stauraum ich habe, obwohl ich alleine lebe. Viele Dinge, die ich bereits seit ewigen Zeiten immer wieder von einer Ecke in die nächste räume, verschwinden nun endlich im Müll. Sowie ein Mini-Salzstreuer aus Glas, kaum höher als mein Fingernagel. Nie benutzt, ich weiß noch nicht mal, woher er kommt, aber er hat mir gefallen.
Am Ende habe ich viel mehr weggeschmissen und verschenkt als die 496 Dinge. Ich bin stolz auf mich, dass ich so konsequent ausgemistet habe. Bei der nächsten Challenge im Juli kommt der Dachboden dran. Oder wird es mir zu heiß sein?
Das habe ich alles aussortiert






























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