Freewriting – schreiben ohne Zensur und Radiergummi

von | Feb. 20, 2026 | Ideen für dich, Schreibwerkstatt | 0 Kommentare

Freewriting ist eine Schreibtechnik, bei der du ohne Pause und ohne Bewertung alles zu Papier bringst, was dir in den Sinn kommt und dich belastet.

Kurzanleitung

1. Nimm Blatt und Stift und schreibe mit der Hand.
2. Wecker stellen: 5–20 Minuten.
3. Schreib alles auf, was dir im Kopf herumschwirrt, ohne abzusetzen und nachzudenken.
4. Lass alles herausfließen ohne Zensur.
5. Ignoriere Grammatik, Rechtschreibung und Formulierung.
6. Korrigiere deinen Text nicht.
7. Stoppen, wenn der Wecker klingelt.

Warum Freewriting so befreiend wirkt

Diese Methode hilft dir, deine Gedankenspirale zur Ruhe zu bringen. Du kannst Schreibblockaden überwinden. Es kann dich emotional entlasten. Vielleicht spürst du nach der Übung, wie sehr Schreiben entlasten kann. 

Alles darf raus: Wie es funktioniert

  1. Nimm dir ein Blatt Papier und schreib alles auf, was dir durch den Kopf geht. Auch Dinge, die du dich nicht traust auszusprechen.
  2. Es gibt keine Regeln. Rechtschreibung, Grammatik oder Schönschreiben dürfen sich ausruhen.
  3. Alles ist erlaubt aufzuschreiben. Einzelne Worte, ein angefangener Satz, einzelne Sätze. Es geht nicht darum, einen Fließtext zu schreiben oder diesen mit jemandem zu teilen. Achte nicht darauf, wie du etwas formulierst.
  4. Schreib einfach drauflos – schick deinen Kritiker in die Hängematte oder schreib auf, was er zu sagen hat.
  5. Schreib ohne Unterbrechung. So kommst du in dein Unterbewusstsein und der Kritiker wird immer leiser.
  6. Wenn du nicht weißt, was du schreiben sollst, dann schreib genau das auf. „Ich habe keine Ahnung, was ich schreiben soll.“ Es kann auch helfen, das letzte Wort vom letzten Satz zu nehmen, um wieder in den Schreibfluss zu kommen.

Was du mit dem Text machen kannst

Du kannst am Schluss den Text zerreißen, verbrennen oder abheften. Ihn dir durchlesen und die wichtigsten Punkte markieren. Vielleicht entstehen aus diesem Text neue kreative Ideen. Oder du bekommst neue Erkenntnisse über dich.
Wenn du in der Nähe einen Fluss oder Bach hast, kannst du ihn dort davon schwimmen lassen. Das mache ich manchmal, wenn das für mich stimmig ist. Gerade Texte, die viel mit Gefühlen zu tun haben, landen gerne im Wasser. Wasser steht für die Emotionen und Gefühle.

Tipps

  • Wenn du magst, kannst du aus dem Freewriting eine Routine machen und jeden Tag schreiben. Zum Beispiel die Morgenseiten von Julia Cameron siehe dazu Morgenseiten.
  • Du kannst auch ohne Wecker schreiben und schauen, wann bei dir alles aufs Papier geflossen ist. Und es sich rund anfühlt.
  • Am besten ist, du schreibst auf Papier mit der Hand. Beim Computer ist die Versuchung groß, zu korrigieren. Der Weg ist direkter, mit der Hand zu schreiben und die Kreativität wird angekurbelt.
  • Ein Bleistift oder Füller gleitet am besten über das Papier.
  • Wenn du sowieso gerne schreibst, kann dir diese Methode helfen, wenn die Muse davongeflogen ist. Deine Gedankenspirale kann zur Ruhe kommen.
  • Du kannst zu einem bestimmten Thema diese Methode benutzen. Such dir ein bestimmtes Thema, eine Frage oder ein Schlüsselwort aus. Schreiben dazu 5–20 Minuten. Du wirst erstaunt sein, was dabei herauskommt.
  • Wenn du magst, gehst du raus in die Natur oder in ein Café und schreibst dort. Ortswechsel verändern auch in dir etwas.

Fazit

Schreib dich frei von allem, was dich belastet. Es entlastet, wie ich finde. Du wirst dich wundern, was so alles entstehen wird. Ich wünsche dir ganz viel Freude dabei. ❤️

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